Kongresse

Paris hatte eingeladen, Ikebanafreunde aus der ganzen Welt kamen.

25 Mitglieder des Ikebana-Bundesverbandes erlebten in Paris interessante Tage mit 250 Ikebana-Freunden aus aller Welt. Sie waren bequem und vornehm im Novotel-Convention-Hotel oder in anderen Hotels und Appartements der ganzen Weltstadt untergebracht.
Gleich beim Aufbau der Ausstellung war nicht an Weiterkommen zu denken. Überall begegnete man vertrauten Gesichtern. Begrüßungen und Wiedersehensfreude nahmen kein Ende. Der phantastische Gesamteindruck der Ausstellung bescherte beim genaueren Hinsehen viele Überraschungsmomente, z. B. den Griff einer Schere als Fixierung, Bambusstangen und deren gefärbte Rhizome, geschmolzene filigrane Metalle als Skulptur geformt, Pestwurzstiele wie Schlangen aus einem Mond kriechend. Ganz besonders beeindruckten die Meisterarrangements von Yuki Ikenobo, der künftigen Leiterin der Ikenobo-Schule, und einem Master-Teacher ihrer Schule. Die große Vielfalt der unterschiedlichen Arrangements gab dieser großen Ausstellung ein besonderes Flair.
Ob die üppigen Blumen aus Dubai auch mitgebracht wurden, sowie unsere 2 m langen Bambusstangen und aus Koffern herausragenden Blumen? Spannend war es in der Pariser Metro beim Transport des Pflanzenmaterials zur „rush hour“ – es gab kein Vor und Zurück!
Beim Business Meeting hatten Delegierte und Zuschauer die Möglichkeit, neben der vorgegebenen Agenda auch direkt Fragen an die internationale Präsidentin und andere Chapter-Mitglieder zu stellen. Wann und wo die nächste Europäische Konferenz stattfinden soll, konnte bisher noch nicht entschieden werden.
Workshops der Sogetsu-, Misho-, Ichiyo- und Ohara-Schule setzten neue Impulse am zweiten Vormittag. Absoluter Höhepunkt war am Nachmittag die große Meister-Demonstration von Yuki Ikenobo. Aus schlichten Materialien gestaltete sie verschiedene elegante Arrangements. Mit einem Spektrum von traditionell bis modern zeigte sie eine sehr moderne fröhliche Handschrift.
Gemeinsam mit Special Visiting Professor Nishida von Ikenobo Headquarter übten am dritten Tag des Kongresses 50 Workshopteilnehmer ein Shoka Shimputai. Es entstanden sehr unterschiedliche Arrangements, obgleich alle dasselbe Material (grüner Amaranthus, schmale Irisblatter und gelbe Rosen) zur Verfügung hatten. Vier Kurzdemonstrationen wurden auch von der Öffentlichkeit mit großem Interesse wahrgenommen.
Zwischen offiziellen Programmpunkten gönnten wir uns immer wieder Zeit für kulturelle Unternehmungen in weitläufigen Museumstempeln. Die milden Herbsttemperaturen lockten Straßenmusiker ins Freie. Der beleuchtete Louvre und seine nächtlichen Spiegelungen luden auch abends zum Verweilen ein.
Beim vorzüglichen Sayonara Dinner schmiedeten die anwesenden Chapter-Vertreter aus allen Erdteilen Pläne für weitere Konferenzen. Dabei würdigte ein erfahrener „Ikebana-Husband“ alle anderen Ikebana-Husbands mit launigen Worten.
Großes Kompliment und herzliches Dankeschön an Caroline Kerneis und ihr Organisationsteam